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Dein eigenes Modelabel: Print on Demand oder selber Produzieren3 min read

13. September 2020 3 min. Lesezeit

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Dein eigenes Modelabel: Print on Demand oder selber Produzieren3 min read

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Wir erhalten täglich Anfragen von jungen Labels, die entweder kurz davor sind ihr eigenes Modelabel zu gründen oder vor Kurzem gestartet sind. Viele stehen dabei vor den gleichen Fragestellungen und Überlegungen. So beraten wir häufig Labels, die zunächst planen eine eigene Produktion aufzubauen oder zumindest die Textilien selber herstellen zu lassen. In diesem Blogpost geht es genau um diese Fragestellung: „Print on Demand vs. Eigenproduktion“

Print on Demand vs. eigene Produktion / eigene Textilien

Wenn man in anfänglicher Euphorie sein Modelabel plant, kommt man eigentlich immer auf die Idee eine eigene Produktion aufzubauen. Klar, erstmal klein – vielleicht eine Presse oder einen Drucker – und wenn es dann läuft, kann man das Ganze vergrößern. Zusätzlich will man nach Möglichkeit eigene Textilien produzieren lassen, da dem eigenen Label ja sonst die Individualität fehlt. Es ist mittlerweile auch nicht schwierig eine Textilproduktion im nahen oder fernen Osten zu finden, die auf den ersten Blick vielversprechend klingt

Wir können Euch aus wirklich etlichen Gesprächen und Erfahrungen garantieren, dass es in 99% aller Fälle besser ist, auf Print on Demand zu setzen. Bei dem übrigen 1% handelt es sich um Unternehmen, die langjährige Erfahrung im Bereich Fashion haben und damit wirklich haargenau wissen, was sie tun und bei denen vor allem eine große Menge Kapital dahinter stecken muss. Warum aber ist das so? Weshalb ist für 99% der jungen Modelabels Print on Demand die bessere Wahl?

Warum sich Print on Demand fast immer lohnt

Es sind eine Menge Gründe, die hier zusammen kommen. Zunächst das Offensichtliche: Es erfordert Kapital und in der Regel deutlich mehr als man in der Anfangsphase einplant. Da wäre die Beschaffung, Lagerung, Produktion und verschiedene technische Hilfsmittel, die einen funktionierenden Workflow ermöglichen. Die Kosten steigen zusätzlich dadurch, dass Du Dir Know-How aneignen musst. Dabei wirst Du vermutlich diverse kostspielige Learnings machen um irgendwann effizient arbeiten zu können. Der anfänglich attraktive Kostenvorteil, den man erwartet, kehrt sich so schnell zum Gegenteil um.

Noch gravierender als der reine Kostenfaktor ist jedoch der Zeitfaktor. Die Entscheidung für eine eigene Produktion bedeutet auch, dass Du einen großen Teil Deiner Zeit in die Produktion, Beschaffung und deren Optimierung stecken musst. Diese Zeit fehlt dann um die Produkte vermarkten und verbessern zu können. Und bei den meisten jungen Modelabels liegt genau hier die Stärke. Arbeitsteilung und vor Allem Fokus auf die eigenen Stärken ist das, was erfolgreiche Unternehmen am Ende auszeichnet. Und die Stärke eines Print on Demand Anbieters liegt in der Produktion der Ware. Deine Stärke im Design und dem Verkauf der Produkte.

Eine wesentliche Schwierigkeit im Verkauf liegt dabei im Marketing. In der Regel müssen junge Brands ihre Zielgruppe zunächst genau identifizieren. Auch hier spielt einem das Print on Demand Konzept in die Karten. Markttests und vor allem Veränderungen können schnell und mit geringen Kosten antizipiert werden. Als Startup ist einigen evtl. das Prinzip des Lean Startups ein Begriff. Und dieses erfolgsversprechende Prinzip lässt sich nur im Print on Demand effektiv realisieren. So lässt sich für ein Modelabel das Produkt direkt am Markt entwickeln.

Zuletzt ist das Risiko im Print on Demand natürlich um ein Vielfaches geringer als bei Eigenproduktion. Das gilt für den Fall, dass die Marke vielleicht nicht den erwarteten Erfolg hat genauso wie für technische oder Beschaffungsprobleme. Denn Lieferengpässe – so merkt man gerade in Zeiten von Corona – sind keine Seltenheit. Da ist es doch schön eine gewisse Versorgungssicherheit durch Print on Demand zu haben.

Ich hoffe, ich konnte Dir eine kleine „Entscheidungshilfe“ oder vielmehr eine deutliche Empfehlung in Sachen Eigenproduktion geben.

PS: Einige Labels wollen ihre eigenen Textilien nutzen um gebrandete Webetiketten und Hangtags zu nutzen. Wir bieten diese Möglichkeit allerdings auch im Print on Demand, so dass auch dieser vermeintliche Vorteil wegfällt 🙂

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Birger berät seit über 10 Jahren Unternehmen interdisziplinär in so ziemlich Allem, was man gemeinhin als digitale Strategien bezeichnen könnte: Marketing, Design, IT, Business Development.
One Comment
  1. Jan Resimius

    Toller Beitrag und ein Grund, warum wir Demand starten werden, ist das Risiko zu verringern und erst einmal die Sichtbarkeit zu steigern.

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